29.4.2022, 10:51

Von der Studie bis zur Serienreife des ID. Buzz: Wie ist der elektrische Bulli entstanden?

  • Spannende Dokumentation über die Entwicklungsarbeit am ID. Buzz und ID. Buzz Cargo veröffentlicht
  • Erst auf heissen und staubigen Pisten, dann auf Eis und Schnee unterwegs – extreme Tests bei allen Witterungsbedingungen

Hannover/Cham – Zwischen der Vorstellung der Studie zum ID. Buzz und der Serienversion, die in diesem Herbst zu den Kunden kommt, liegen rund fünf Jahre harter Arbeit, die die Entwicklungsmannschaft bei Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Personenwagen geleistet hat. Wie haben es die Designer eigentlich geschafft, das Grundprinzip des legendären Ur-Bulli T1 und die klare Linienführung der Studie in einen vollelektrischen Bus und einen Transporter zu übertragen? Wie konnten die Ingenieure dabei allen Ansprüchen an Sicherheit, Fahrkomfort und Alltagstauglichkeit eines modernen elektrischen Fahrzeugs gerecht werden? Und was mussten die Mitarbeitenden von Fertigung und Komponente vorbereiten, um alle Teile so in die Produktion in Hannover einzubringen, dass der ID. Buzz heute zusammen mit den anderen Bullis (T6.1 und neuer Multivan) auf einem Band gebaut werden kann? Bei der Bewältigung all dieser Herausforderungen begleitete ein TV-Team von Volkswagen Nutzfahrzeuge die Beteiligten und dokumentierte deren geheime Arbeit. Daraus ist eine spannende Reportage entstanden, die ab heute hier zu sehen ist: https://youtu.be/6EGvw59IF-M

Um den Bus und den Transporter der ID. Familie zu entwickeln, ist eine markenübergreifende Kooperation und Arbeitsteilung gleichermassen gefragt: Designer und Ingenieure suchen nach dem bestmöglichen Konzept, das alle Forderungen des Lastenhefts in sich vereint. In den ID. Buzz sind sieben Jahrzehnte Bulli-Know-how eingeflossen, das Auto soll der bestehenden Fangemeinde wie auch neuen Kunden auf Anhieb gefallen. Und dabei möglichst effizient sein: Die reibungsarmen Komponenten des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) tragen dazu bei, ebenso die gute Aerodynamik von Karosserie, Unterboden und Rädern. Nach viel Detailarbeit kann sich das Ergebnis sehen lassen: Mit nur 0,285 liegt der Luftwiderstandsbeiwert (cW) des ID. Buzz niedriger als der jedes anderen Bullis.

Bei den ersten, von Hand gebauten Prototypen entscheidet sich dann, ob sich alle Konstruktionsdaten und Simulationen aus der virtuellen Welt auch in die Realität übertragen lassen. Im Wort Qualität steckt ja auch das Wort «Qual». Damit auch der gerade vorgestellte ID. Buzz die höchsten Qualitätsanforderungen von Volkswagen erfüllt, quälte sich der elektrische «Bulli» durch einen komplexen und anspruchsvollen Erprobungsmarathon – europaweit und unter extremen Bedingungen. Erst extrem heiss, von staubtrocken bis tropisch feucht. Dann extrem kalt, von trocken bis klamm. Von Strassenbelägen kann bei diesen Tests vielerorts keine Rede sein. Denn auf Pisten wird simuliert, welche Einträge aus Staub, Regen, Schnee und Eis durch Fugen in der Karosserie und im Unterboden entstehen und dort später Probleme verursachen könnten.

Im hohen Norden Skandi­naviens zeigen der ID. Buzz und ID. Buzz Cargo, beide mit Multilenker-Hinterachse zur Trennung von Längs- und Querkräften ausgestattet, ihr fahrdynamisches Potenzial auf Schnee und Eis. Ausserdem geht es bei der Kälteerprobung auch um die Materialauslegung, die elektrischen und elektronischen Funktionen, die Fahrwerkabstimmung, das Anfahren, Bremsen und Lenken bei geringen Reibwerten sowie um das Thermomanagement des gesamten Fahrzeugs.

«Der Bulli ist ein Auto, das sich schon immer besonders durch seine Alltagstauglichkeit ausgezeichnet hat», sagt Stefan Lutz, technischer Projektleiter für die Modellreihe bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. «Deswegen testen wir auch den ID. Buzz unter allen Bedingungen und bei allen Wetterlagen. Die Antriebe müssen ebenso einwandfrei funktionieren wie die Flüssigkeiten, sämtliche Systeme und Bedienungsabläufe sowie Anzeigen und Displays. Nur so können wir sicher sein, dass das Fahrzeug in allen Regionen dieser Welt störungsfrei bewegt werden kann.»

Und dabei geht es ums Detail: In der Kältekammer wird beispielsweise getestet, wie schnell nach dem Start die vereisten Aussenspiegel durch die Spiegelheizung aufgetaut werden. Nach nur drei Minuten muss der mit minus 20 Grad vorkonditionierte Spiegel den Blick nach hinten freigeben.

Die ganze Entwicklungsgeschichte ist hier abrufbar: https://youtu.be/6EGvw59IF-M

Über die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge:
«We transport success, freedom and future.» Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) ist als eigenständige Marke im Volkswagen Konzern für Entwicklung, Bau und Vertrieb von leichten Nutzfahrzeugen verantwortlich. Dazu zählen die Baureihen Transporter, Caddy, Crafter und Amarok, die in Hannover (D), Poznań (PL), Września (PL) und Pacheco (ARG) produziert werden. Unsere Fahrzeuge befördern Bauarbeiter, Familien und Abenteurerinnen, aber auch Brötchen, Pakete oder Surfbretter. Sie helfen jeden Tag unzähligen Menschen überall auf der Welt, einen guten Job zu machen, sie sind als mobile Werkstätten unterwegs und bringen Notärztinnen und Polizisten an ihren Einsatzort. VWN ist zudem im Volkswagen Konzern Leitmarke für Autonomes Fahren sowie für Mobility-as-a-Service (MaaS) und Transport-as-a-Service (TaaS) und wird daher in Zukunft ebenso entsprechende Special Purpose Vehicles (SPV), etwa Robo-Taxis und -Transporter, entwickeln und bauen. So bewegen wir eine ganze Gesellschaft mit all ihren Anforderungen an eine saubere, intelligente und nachhaltige Mobilität. An den Standorten weltweit sind mehr als 24’000 Mitarbeitende beschäftigt, davon rund 15’000 am Standort Hannover.

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